1. Ankunft in New York
2. Die Konzerte
3. Nach Westen
4. Abschied in San Francisco
5. Rückkehr an die Ostküste


Zurück zur Homepage
Karte


Nach Westen

White Sands National Park, NM

Wir fuhren bis Mitternacht auf dem Highway 10 nach Westen und suchten uns dann einfach ein Plätzchen am Straßenrand, wo wir ein Zelt aufschlugen. Am nächsten Morgen hielten wir zum Frühstück bei McDonalds mitten in der Wüste und setzten dann unseren Weg nach Westen fort. Gegen Mittag passierten wir die Grenzstadt El Paso mit Blick auf Mexico, das man vom Highway aus sehen kann. Am frühen Nachmittag, also in der größten Gluthitze kamen wir am Visitor's Center des White Sands National Parks an. Wie fast ganz New Mexico ist das eine Wüste, mit der Besonderheit, daß sie aus weißem Gipssand besteht, der in Dünenform nur auf einem begrenztem Gebiet vorkommt. Dieses gleißende Weiß ist bei der normalen intensiven Sonnenbestrahlung unerträglich für die Augen. In der Kombination mit dem blauen Himmel ist es aber eine faszinierende Landschaft.

Die Wüste beim McDonalds, Texas Das DVQ im White Sands NP, NM Blau und Weiß in White Sands
Die Wüste lebt, White Sands Stehendes Wasser (nach Regen), White Sands "DVQ", White Sands
Monument Valley, AZ / UT

Als wir uns an White Sands satt gesehen hatten, brachen wir auf in Richtung Arizona. Im Nordwesten New Mexicos übernachteten wir und hatten es dann am nächsten Morgen nicht mehr so weit bis ins Monument Valley, das durch die vielen Western-Filme klischeehafter gar nicht mehr sein kann, aber trotzdem auf unserer Wunschliste ganz oben stand. Gegen Mittag kamen wir dort an und hatten erstmal so einen Hunger, daß wir uns bei Kentucky Fried Chicken ein paar Hühnerbeine holten und uns zu einem unserer schönsten Picknicks auf dem Aussichtspunkt über Monument Valley niederließen. Dann, richtig amerikanisch, fuhren wir mit unserem Auto einen fetgelegten Rundweg durch die Felsen. Einfach beeindruckend. An dieser Stelle, an einem ruhigeren Fleckchen auf der Rückseite des Tals wurde Stephan als Dank für die Organisation der Reise eine echte Navajo-Friedenspfeife samt Spezialtabak überreicht, die wir gleich ausprobieren mußten. Danach war es Zeit für den Sonnenuntergang, der die Felsen in phantastisches Rot tauchte.

Grundnahrungsmittel: Hamburger und Zigarette Die Einfahrt zum Monument Valley Picknick mit Hühnchen und Aussicht Auf der Rundfahrt Auf der Rundfahrt
Plastische Felsformation Die Friedenspfeife
(mit Dirk)
Lange Schatten Sonnenuntergang
Grand Canyon, AZ

Mit dem Sonnenuntergang war für uns wieder die Zeit gekommen, weiterzufahren, denn uns blieben nicht mehr allzu viele Tage für die Dinge, die wir uns vorgenommen hatten. Nach einer für amerikanische Verhältnisse kurzen Fahrt erreichten wir den Zeltplatz am Rande des Grand Canyon, wo wir aufgrund eines falsch interpretierten Straßenschildes gegen Mitternacht trotz völliger Überfüllung den letzten freien Stellplatz bekamen. Lange schliefen wir nicht, denn wir wollten den Sonnenaufgang im Canyon erleben, der uns dann auch für das frühe Aufstehn entschädigte. Nach dem Frühstück fuhren wir am Rand des Canyons entlang, der uns mit immer neuen Ausblicken überraschte. Gegen Mittag trennten wir uns dann, um ein bißchen jeder für sich eine kleine Tour zu machen. Zum Sonnenuntergang trafen wir uns wieder und fuhren nach diesem wunderschönen Tag sofort weiter nach Las Vegas.

Sonnenaufgang Ausblick durch den Canyon nach Westen Aussichtspunkt an der Strecke
Ben auf Abwegen Die "Grand-Canyon-Sonnenuntergangszigarre" Sonnenuntergang
Las Vegas, NV

Nachts um 2:00 Uhr kamen wir in Las Vegas an. Genau die richtige Zeit, um in den Spielcasinos vorbeizuschauen. Wir waren beeindruckt von der gewaltigen Kulisse der Hotel-Casinos, die sich jedes in seiner Eigenheit präsentierten, jedoch hinter die Fassade geschaut, ging es nur darum, daß man seine Dollars im Casino läßt. Entlang des "Strip", der Vergnügungsmeile Nr. 1 in Las Vegas, stehen, eins neben dem anderen, die meisten und größten der Hotel-Casinos. Dort vergnügten wir uns ein paar Stunden und verloren jeder unseren kleinen Obolus an einen der einarmigen Banditen und gingen früh um sechs, um einige Erfahrungen reicher ins Bett. Am nächsten Tag gegen 12:00 Uhr fuhren wir nochmal auf den "Strip", um zu sehen, was von dem Glanz der Nacht übrigblieb. Architektonisch gesehen hatten die Gebäude nicht viel an Pracht eingebüßt. Da gab es Hotels im Stil von Venedig (mit Dogenpalast, Campanile und Rialtobrücke auf einen Haufen), Paris (Eiffelturm über dem Louvre, Arc de Triomphe), New York (WTC, Empire State Building, Freiheitsstatue und gigantischer Achterbahn hindurch), Ägypten (Pyramide, Sphinx) oder auch einfach nur andere besonders originelle Fassaden. Im Innern entsprachen die Hotel-Casinos in etwa ihrem Äußeren, nur eins hatten alle gemein: Das Casino - meistens im Keller. Der Höhepunkt der verschwenderischen Verrücktheit war für uns die Ladenpassage im 1. Stock des Hotels Venedig, mit an die Decke gemaltem Himmel und... einem Kanal mit echtem Wasser und echten Gondeln (im 1. Stock!!!), in denen man für 50 Dollar eine Runde drehen konnte. Auf der "Piazza San Marco" wurde live musiziert...

Hotel Venedig Hotel Paris Hotel New York
Im 1. Stock des Hotels Venedig Spielcasino
Death Valley, CA

Las Vegas ist eine Oase mitten in der Wüste. Überhaupt besteht Nevada zu einem großen Teil aus Wüste. Den Höhepunkt erreichen Hitze und Trockenheit aber im schon zu Kalifornien gehörenden Death Valley, dem Todestal. Wir erreichten es gegen Sonnenuntergang und waren, obwohl wir bereits einiges an Hitze gewöhnt waren, überrascht von den hohen Temperaturen dieser unwirklichen Landschaft. Im zentralen Teil gibt es ein kleines Rinnsal, welches die meiste Zeit des Jahres gar nicht vorhanden ist und ansonsten auch gleich versickert. Dort liegt die Rangerstation mit einer Art Siedlung drumherum und einem Zeltplatz, auf dem wir die wohl heißeste Nacht unseres Lebens verbrachten (das Thermometer der Rangerstation zeigte gegen 23 Uhr 42°C). Das Feuer hatten wir nur in einem Anflug von Romantik entzündet und das Holz dazu vorher in einem Laden käuflich erworben. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Auto durch das Tal und sahen den tiefsten Punkt des Amerikanischen Kontinents. "Badwater", ein Salzsee hat eine Höhe von 282 Fuß (ca. 90 m) unter dem Meeresspiegel. An den benachbarten Felsen war genau in Höhe des Meeresspiegels eine Tafel angebracht, ein merkwuerdiges Gefühl.

Ankunft im Death Valley Ben und Dirk Lagerfeuer bei 42°C
Badwater (-282 Fuß) Bick auf Badwater

Nächste Seite

[Homepage] [New York] [Die Konzerte] [Nach Westen] [San Francisco] [Rückkehr]